WORDS . LOVE . ME


Korea :: Look into my Seoul
December 13, 2007, 7:12 pm
Filed under: Korea

Just as we fear parting when we meet, we believe we will meet again when we part. - Han Yong-un

So, jetzt is es so weit. Jetzt werd ich sentimental. Sorry. Jeder hier von uns fürchtet sich vor nächstem Samstag, an dem wir alle unsere Wege gehen müssen. Meine Seoulmates sind der Wahnsinn und ich bin so dankbar, dass uns Korea zusammengeführt hat. Durch die begrenzte Zeit dir wir hier verbracht haben, war alles umso intensiver und tiefgründiger. Jeder hat seinen Teil dazu beigetragen und das Resultat war eine bunt gemischte, kreative, intelligente, inspirierende, immer für Überraschungen gute, nie schlafende Gruppe an Leuten, die ich NIE vergessen werde. Ich bin mir sicher wir werden uns alle wieder sehen, zwar nicht in diesem Kontext, aber trotzdem.
Ich freu mich schon darauf zu sehen wie sich jeder Einzelne von uns entwickelt, in welche Richtungen es alle verschlagen wird. Vielleicht werd ich in 10 Jahren in meinem Wohnzimmer sitzen und mit Silvia Kaffe trinken. Wir werden über ein Buch diskutieren, das Jake geschrieben hat, eine Fotografie von Alex wird an der Wand hängen, Essen werd ich auf Tellern servieren, die von Peter getöpfert wurden. Seth wird versuchen die Umwelt zu retten, Hannah’s Filme werd ich im Kino bestaunen können. Ryo wird ein neuer Jamie Oliver und mit seinen enthusiastischen Kreationen selbst die Koch-faulsten Menschen hinter den Herd bringen. Einen Sender weiter auf Fashion TV wird James über den Catwalk schlendern um seine eigene Modelinie zu präsentieren. Amy wird soziale Kunstprojekte in die Realität umsetzen und Gelly wird noch viele Menschen mit ihrem immensen Wissen beeindrucken…

Und ich?

Ich bin auf jeden Fall entschlossen, alles was mir diese Menschen an Inspiration und Input während der letzten Monate gegeben haben mit nach Hause zu nehmen. All diese Erinnerungen werden mich begleiten, bis zum nächsten Treffen von uns allen. To sum it up, das ist was Peter auf seinem Blog geschrieben hat und ich finde man kann es nicht besser in Worte fassen:

It’s going to be awesome how you’ve grown, and if I still see things from you guys that I saw here in Korea. How we all came together so quickly and were willing to accept each other for who we were and how we all contributed to how interesting we all are and how unique we all are. Fate has put this all together, how else could we have met up so perfectly, in this time and place and got along so well. How does that kind of shit work out? It’s got to be a higher power or something, I’m amazed and grateful for you guys. I can’t imagine life without you guys now and I would have never expected the experience abroad to be this fulfilling and nourishing for the soul. Soul mates dude best buds for life awesome. our group is awesome dudes I’m so sincere in trying to say I love you guys. I hope you understand cause I haven’t felt this close to people in a long time. you guys really helped me grow, and feel wanted and meaningful. awesome i’ve got these friends for life. am I getting repetitive? whatever. ill cya guys tomorrow. good to know that. laters. P.S. love you guys



Korea :: Derzeit #4
December 10, 2007, 10:34 am
Filed under: Korea


Listen:

The Jezabels – Disco Biscuit Love

The Annuals – Be He Me

Roisin Murphy – Owerpowered

Sigur Ros – Hvarf/Heim

Iron & Wine – The Shepherd’s Dog

PJ Harvey – White Chalk

Animal Collective – Strawberry Jam

Read:

Everything Is Illuminated – Jonathan Safran Foer

The Curious Incident Of The Dog In The Night Time – Mark Haddon

The Unbearable Lightness Of Being – Milan Kundera

House Of Leaves – Mark Danielewski

Watch:

Fantastic Parasuicides – Park Soo-young

Milky Way Liberation Front – Yoon Seong-ho

Once – John Carney

NEPAL Never Ending Peace And Love – Park Chan-wook

A State Of Mind

 

Countdown: 11 days.

Time: Flies.

Lack of Sleep: Increasing.

Finals: What, we have finals!?!?

Seoulmates: To put it à la Hannah – They feed my heart and my soul. My SEOUL.

I: Am trying to create myself.

You: I miss.

Home: Is seeing me soon.



Korea :: Run DMZ
December 6, 2007, 7:45 pm
Filed under: Korea


So, jetzt war ich auch in Nordkorea. Ganze 4 Meter.

 

Die demilitarisierte Zone geht quer durch Korea, entlang des 38. Breitengrades. Sie ist 248 km lang und ca. 4 km breit wobei in der Mitte die militärische Demarkationslinie läuft, was praktisch die Grenze zwischen dem Süden und dem Norden ist. Mitten in der DMZ ist Panmunjeom, wo 1953 der Waffenstillstand unterschrieben wurde. Das ist der Ort, wo sich südkoreanische und nordkoreanische Soldaten gegenüber stehen und starr anblicken.

Außerdem befinden sich noch zwei andere Siedlungen in der DMZ. Auf Südkoreanischer Seite gibt es das Dorf Daesong-dong (Freedom Village). Die Einwohner dort gelten nicht als offizielle Staatsbürger Südkoreas und sind von Taxen und Militärdienst befreit (in Südkorea sind es sonst ganze 2 Pflichtjahre Militär für alle Männer!). Wohnen darf dort nur, wer schon bei Abschluss des Waffenstillstands dort gewohnt hat. Die Bewohner dürfen nach 21:00 Uhr nicht mehr auf den Straßen sein.

Auf der Nordkoreanischen Seite der DMZ befindet sich Kijong-dong (Propaganda Village), die wird von vielen Geisterstadt genannt – nur selten werden dort Menschen gesichtet. Bis vor ein paar Jahren wurde dort mit riesigen Lautsprechern nordkoreanische Propaganda in südkoreanische Richtung verbreitet, was man anscheinend bis Panmunjeom hören konnte. In beiden Villages stehen riesige Fahnenmasten mit den dazugehörigen Flaggen, wobei die nordkoreanische viel größer ist (Der Mast ist 160m hoch und die Fahne 30m!!! breit). Alles Propaganda, versteht sich.

Erwähnenswert ist auch noch, dass die südkoreanische Regierung in den letzten 30 Jahren ganze 4 Tunnel entdeck hat, die von Nordkorea Richtung Süden gebohrt wurden. Einer davon, der 3rd Tunnel, wurde erst 1990 entdeckt, nur 52 km von Seoul entfernt. Pro Stunde hätten dort 30 000 bewaffnete, nordkoreanische Soldaten nach Südkorea eindringen können. Wer weiß, wie viele von diesen Tunneln noch unentdeckt sind. Gerüchteweise sollen ja auch 10.000 nordkoreanische Spione in Südkorea unterwegs sein…

 

Irgendwie weiß ich jetzt nach dem Tag in der DMZ überhaupt nicht mehr, was ich von dem allen halten soll. Vieles dort ist so auf Propaganda aufgebaut, dass es schwierig zum Herauslesen ist was wirklich ist und was nur aufgesetzt. Unser Guide hat das alles auch noch sehr ironisch rübergebracht…im Endeffekt kann ich jetzt gar nicht einschätzen wie kritisch die Situation an dieser Grenze ist. Sie ist mit Abstand die schwerst bewaffnete Grenze der Welt und es passieren auch regelmäßig wieder Schießereien und Zwischenfälle…auch die Atmosphäre ist sehr angespannt und komisch…die ganze Gegend ist ja wie ausgestorben. Andererseits darf man dann aber schon schön für Fotos mit den Soldaten direkt an der Grenze posen, irgendwie widerspricht sich das alles. Aber es gibt einem schon ein mulmiges Gefühl wenn man da neben so einem schwer bewaffneten Soldaten mit Sonnenbrille steht oder wenn man durch den 3rd Tunnel geht. Noch ein Wort zu den Soldaten, die tun mir so leid. Es war ja arschkalt und die müssen da 8 Stunden am Stück stehen und starr rüber nach Nordkorea schauen. Ich hab mir dann immer wieder bewusst machen müssen, dass das junge Leute in meinem Alter sind, die ihren Militärdienst hier machen. Denen taugt das sicher auch nicht.

Ich muss das alles erst noch ein bissl verarbeiten, das war dann doch zu viel auf einmal. Nordkorea ist für mich so weit weg und so fern der Realität und doch ist es im Moment nur eine Stunde von Seoul weg. Wie kann so ein Land sich SO abschotten? Wie kann das heutzutage noch in dem Ausmaß möglich sein? Ich hab wirklich keinen Schimmer wie das geht. Und ich hab auch nicht das Gefühl, dass sich diese zwei Länder jemals wieder vereinigen könnten. Alles was über Verhandlungen und Annäherungen in der Zeitung steht ist doch auch wieder nur Propaganda. Mir kommt vor, dass es auch von der südkoreanischen Bevölkerung nicht wirklich gewollt wird, die verdrängen das eigentlich alle ganz gut…Naja, ich lass jetzt einmal die Bilder für sich sprechen, damit ihr einen kleinen Eindruck davon bekommt, wie das da oben ausschaut.

 

Und ja, ich war in Nordkorea. Auch wenns nur 4m waren!!!

 

Wen’s interessiert, hier ist eine 50min. Dokumentation über Nordkorea, sehr empfehlenswert:

http://www.youtube.com/watch?v=FJ6E3cShcVU



Korea :: Temple Stay
December 3, 2007, 1:20 am
Filed under: Korea


Die letzten Tage haben wir mit Mönchen in einem buddhistischen Tempel verbracht. Und so läuft das ca. jeden Tag ab:

 

16:00 Orientation on temple manners: Wir haben alle so riesige graue Outfits bekommen. So Pyjama-mäßig und voll bequem. Die haben sich echt als fein erwiesen, vor allem bei der Morgenzeremonie, wo wir 108 Kniefälle/Verbeugungen machen mussten! Danach hat uns ein russischer Mönch die Grundgedanken des Buddhismus erklärt.

 

What is suffering? What is freedom? What is happiness?

…Suffering is when you want something and can’t get it. Or if you don’t want something and you get it…

…The past is an illusion and the future is a dream. All we can experience is the present moment. Do not dwell in the past, do not dream of the future, concentrate the mind on the present moment…

…Too much is not good. Too little is not good either. Find the middle way…

 
18:00 Dinner & Dish washing (
Silence is recommended): Tempel-Essen ist immer vegetarisch und gesund. Meistens mit Reis. In unserem Fall gab es Bibimbap. Voll gutes Bibimbap.
19:00 Evening Chanting: Nach dem Essen findet die erste Zeremonie im Tempel statt. Dort haben wir dann gelernt wie man die richtigen Verbeugungen macht, worauf man beim Eintreten in einen Tempel achten muss, etc.

 

19:30 Sitting Meditation: Zum “Anfangen” 20 min. Sitting Meditation im Halb-Lotus. Habt’s ihr das schon einmal gemacht? Mir sind meine Füße nach ca. 2 Minuten eingeschlafen. Aber so nach 5 min. hab ichs echt ein bissl geschafft wegzudriften. Is aber wirklich schwer, vor allem wenn einem alles weh tut. Der Mönch hat uns dann gesagt, dass sie das teilweise 8 Stunden am Stück machen. Und in Japan teilweise 21 Stunden durchgehend, mit 10 Minuten Walking Meditation jede Stunde. Voll zach.
21:30 Lights out: Es steht zwar 21:30 Uhr am Plan, bei uns wars sogar eine Stunde früher hihi. Wir waren alle so müde und wir haben ja gewusst, dass wir um 3 in der Früh wieder raus müssen. Ich glaub so früh war ich noch nie im Bett.

03:40 Durch die große Trommel werden alle Lebewesen an Land, durch den Fisch alle Lebewesen im Wasser und durch die Glocke alle Lebewesen in der Luft aufgeweckt. Ich glaub ich hätt alle überhört wenn mich die anderen nicht aufgeweckt hätten.

04:00 Pre-dawn Chanting & Sitting Meditation: Das Pre-dawn Chanting dauert ca. 1 Stunde und beinhaltet 108 Verbeugungen (OUCH), Virochana Mantra, Homage to Buddha, daily vows und Heart Sutra. Danach gibt’s noch eine halbe Stunde Sitting Meditation.

 

CIMG4008 DSCN2270

 

06:00 Balwoo Breakfast & Dish washing (Absolute Silence)

07:30 Silence Walking Meditation: Erst da bin ich wirklich aufgewacht. Die Walking Meditation war wirklich fein und da hab ich richtig abschalten können.

 

DSCN2273 DSCN2276 DSCN2280

  

08:30 Tea Drinking with Headmaster: Der Headmaster hat ein bissl Englisch können und hat uns dann vietnamesischen Green Tea serviert.
09:00 Copying Sutra: Wir haben Chinesische und Koreanische Sutratexte kopiert. Is gar nicht so leicht die Tinte zu dosieren aber mit der Zeit geht’s schon. Jetzt hab ich wenigstens meine eigene Calligraphie!

 

DSCN2299 DSCN2301

DSCN2300 DSCN2303 DSCN2235

 

Ich muss sagen, das war eine sehr coole Erfahrung. Ich hab mir nie gedacht, dass ich einmal die Chance habe so was zu machen und bin echt froh darüber, dass ich das machen hab können. Die Mönche waren voll nett und ich hab echt Respekt vor denen, wenn die das jeden Tag so durchziehen. Das ist schon eine komplett andere Lebensweise aber sie gehen voll darin auf und sind sichtlich zufrieden. Witzig war auch zu beobachten, wie sie alte buddhistische Traditionen im Alltag mit dem modernen Leben zusammenbringen. Da konnte man schon den Headmaster mit dem MP3 Player spazieren gehen sehen oder andere Mönche beim SMS schreiben erwischen. Als Abschluss machte der Headmaster noch ein Gruppenfoto von uns mit seiner Digicam. Für die Tempelhomepage versteht sich.



Korea :: Sound Mirrors
November 30, 2007, 11:25 am
Filed under: Korea

Gestern Coldcut and DJ Nu-Mark (Jurrasic 5) live in Seoul. For free.

Encore: Organ Donor, Killing In The Name Of, Jump Around.

Die koreanischen Konzertgeher wisssen nicht wie man feiert. Deswegen sind wir alle in der ersten Reihe gestanden und waren so ziemlich die einzigen die voll abgegangen sind. Das ist jetzt nach Rabbit In The Moon und Deep Dish das dritte größere Konzert wo ich in der ersten Reihe war und relativ viel Platz zum Tanzen gehabt hab.

 

DSCN2179 DSCN2177 DSCN2183

DSCN2194 DSCN2200 DSCN2202

DSCN2204 DSCN2207 DSCN2216

DSCN2218 DSCN2219 DSCN2214

 

Außerdem waren wir untertags noch in Incheon, einer Hafenstadt an der Westküste Koreas. Dort gibt es das einzige „Ausländerviertel“ des Landes, nämlich China Town. Es war wie ausgestorben und irgendwie hat man das Gefühl gehabt, dass die Leute dort alle Zeit der Welt haben und sie überhaupt nichts und niemand stresst. Beneidenswert.



Korea :: Seth’s Hawaiian Donkasu
November 28, 2007, 2:27 pm
Filed under: Korea

Gleich bei uns um die Ecke gibt es ein sehr gutes Donkasu Restaurant (koreanische Schnitzel). Seth aka Shekshi hat dort folgendes Gespräch mit dem Besitzer geführt:

 

Seth: In America we put pineapple and chilli peppers on pizza.
Besitzer (skeptisch): Really…?

- Später –

 

Der Besitzer kommt und erzählt Seth stolz, dass er ein Donkasu mit Chilischoten und Ananas ausprobiert hat. Und er wird es in sein Menü aufnehmen. Und weil Seth es vorgeschlagen hat, soll es auch Seth’s Namen tragen. Deswegen gibt es seitdem auf dem Menü:

SETH’S HAWAIIAN DONKASU
Inklusive dem ganzen Gespräch vom Besitzer mit Seth, zum Nachlesen.

DSC00183 DSC00184



Korea :: Eselsbrücken #2
November 21, 2007, 5:29 pm
Filed under: Korea

Die Nachfrage nach einem zweiten Eselsbrücken-Blogeintrag war so groß, dass ich den Druck beim Vokabel-Lernen richtig gespürt habe ;) Schlussendlich muss ich ja was Gscheites nachliefern, denn der erste ist wirklich schwer zu übertreffen…Da ich mittlerweile ja praktisch schon fließend Koreanisch spreche (haha) fällt mir das Vokabellernen immer leichter und deswegen werden auch die Eselsbrücken immer weniger. Naja, wenigstens drei halbwegs lustige will ich euch noch gönnen:

단풍 (TAN-PONG) = Laub, Blätter: Ich denke das liegt auf der Hand. Beides färbt sich rot.

주말 (DSCHU-MAL) = Wochenende: Eine Französisch/Deutsche Eselsbrücke – „Mal“ = der Schmerz.  Bei exzessiven Getanze am Wochenende drückt der Schuh und die Füße tun dann schon einmal weh…

정류장 (DSCHONG-LIU-DSCHANG) = Busstation: Charlie’s Angels. Drei Zeichen, drei grazile Damen, eine davon in der Mitte, das wäre dann Lucy LIU (). Die anderen zwei stehen an ihrer Seite und halten die Pistolen bereit, das wären dann und (Pistole 1 zeigt nach links, Pistole 2nach rechts). Is doch logisch, oder?



Korea :: Kimchi
November 18, 2007, 1:30 pm
Filed under: Korea

Ja, ich hab mein eigenes Kimchi gemacht. Und es hat mir sogar geschmeckt. Oh Wunder!

 

Aber erst einmal von Anfang an: Freitagabends sind wir wieder einmal bei Anna gewesen – diesmal haben ca. 10 Leute bei ihr geschlafen, was ihr kleines aber feines Appartement  bis aufs letzte auslastet. Samstag sind wir dementsprechend spät aus den Federn und haben dann beschlossen ins Korea House zu fahren. Ich weiß nicht was ich mir erwartet habe aber sicher nicht das! Drei unerwartete Zuckerln auf einmal:

Traditionelle Koreanische Hochzeit: Kaum kommen wir im Korea House an, findet auch schon eine traditionelle Hochzeit statt. Wir haben uns das natürlich nicht nehmen lassen und haben uns die ganze Zeremonie gegeben (hat eh nur 20 min. gedauert). Irgendwie glaub ich, dass das eine arrangierte Ehe war weil weder Bräutigam noch Braut sehr glücklich ausgeschaut haben hihi.

Angrenzend an das Traditional House ist ein kleiner Park mit Tempeln den wir dann auch noch erforschen wollten. Im Eingangsbereich waren überall Zelte aufgestellt unter denen kälte-resistente Koreaner ihr Kimchi zubereiteten. Beim Durchschlendern hat uns eine Koreanerin entdeckt und mir sofort eine Doppelpackung Handschuhe übergestülpt und mich in eine supertolle orange Schürze gesteckt. Na gut, dann hab ich mit einer Koreanerin, die schon in Wien war, und einem Vietnamesen Kimchi gemacht. Ein anderer Koreaner hat mir dann Kostproben in den Mund gesteckt und ich muss sagen, das frische Kimchi ist schon gut. Nur wenn es gegoren is (so wie es sich eigentlich gehört) kann ich mich nicht wirklich damit anfreunden.

Kaum war ich mit dem Kimchi Making fertig, haben vier junge Koreaner einen traditionellen Tanz aufgeführt. Die waren echt voll gut. Davon hier einige Kostproben:

 

http://www.youtube.com/watch?v=wdWm2bq4nWs

http://www.youtube.com/watch?v=eARwPkbqFxw



Korea :: Derzeit #3
November 12, 2007, 2:31 pm
Filed under: Korea


Musik:
Otros Aires (Elektro-Tango)

Zeit: Ja ich glaub ich brauch euch nicht erzählen dass der Count Down läuft.

Reisepläne: Thailand und Kambodscha gehen sich zeitlich und finanziell nicht aus. Leider. Aber es gibt ja ein nächstes Mal.

Wetter: Sehr herbstlich und wunderschön klar. Weiß gar nicht mehr wann es das letzte Mal geregnet hat.

Lernen: Seit den Midterms hab ich nix mehr getan. Bin viel zu beschäftigt und lese gerade 3 Bücher gleichzeitig.

Mid-term Exams: Super gelaufen. Das war ja auch mein Plan, damit ich mir bei den Finals nix mehr tun muss.

Schlafmangel: Hmmm. Kein Kommentar.

Seoul: Ständig entdecken wir neue versteckte Platzln.

Geld: Im Moment werden Souvenirs für euch eingekauft, deswegen fliegts ausm Fenster raus.

Koreanisch: Es besteht anscheinend große Nachfrage nach einem zweiten Eselsbrücken-Blogeintrag. Ich sammle fleißig, wird bald gepostet. In Koreanisch geht’s zurzeit dahin wie nix. Wir haben schon Vergangenheit und Zukunft gelernt. Kaum zu glauben.

Meine chingus: Es macht sich schön und langsam Count-down Stimmung breit und es gibt kaum ein Treffen wo das Thema “Scheiße wir haben nur mehr 7 Wochen” nicht aufkommt.

Paparazzi: Mir kommt vor die werden immer mehr. Ständig werden wir auf der Straße angesprochen oder müssen für Fotos posen. Oder Leute gehen uns einfach nach und machen Fotos von uns. Ich will nicht wissen in wie vielen koreanischen Familienalben schon Fotos von uns kleben.



Korea :: Kundera
November 7, 2007, 11:37 am
Filed under: Korea


The Unbearable Lightness Of Being
von Milan Kundera.
Unedingt besorgen. Hier ein kleiner Auszug meiner Lieblingspassagen…

 

“How can life ever be a good teacher if there is only one of them to be lived? How can one perform life when the dress rehearsal for life is life? We can never know what to want – because living only one life, we can neither compare it with our previous lives nor perfect it in our lives to come.”

 

The brain appears to possess a special area which might be called poetic memory and which records everything that charms or touches us, that makes our lives beautiful.”

 

“What is unique about the ‘I’ hides itself exactly in what is unimaginable about a person. All we are able to imagine is what makes everyone like everyone else, what people have in common. The individual ‘I’ is what differs from the common stock, that is, what cannot be guessed at or calculated, what must be unveiled, uncovered, conquered.”

 

“On the surface, an intelligible lie; underneath, the unintelligible truth.”



Korea :: Life with a little bit of Seoul…
November 4, 2007, 11:38 am
Filed under: Korea


Die letzten Tage nach Halloween waren einfach unbeschreiblich cool. So viel passiert.

 

Freitag 

Nach Koreanisch hat ein Informationsabend für Yonsei Austauschstudenten stattgefunden – Silvia, Felix (GER) und ich waren dafür zuständig, allen Koreanern die ab Februar in Österreich oder Deutschland studieren Informationen zu geben. Ich glaub Silvia hat die Koreaner zu Tode erschreckt als sie ihnen gesagt hat, dass die Supermärkte um 18:30 Uhr schließen und dass am Sonntag keine Geschäfte offen haben („Is there any nightlife in Austria?“ war die Reaktion darauf). Außerdem haben wir ihnen leider mitteilen müssen, dass es wahrscheinlich schwierig wird bei uns Kimchi zu finden („NOOOOO, I can’t live without Kimchi!!!“). Schlussendlich bin ich dann auch die Mozartkugeln und Milka Schokoladen, die mir Mama geschickt hat, losgeworden (Danke!). Alles in Allem war es ein netter Abend und ich glaub wir haben ihnen schon ein bissl was Hilfreiches erzählen können!

 

Nach dem Informationsabend war dann endlich Park Action angesagt. In der Nähe von Pat’s Haus is ein kleiner Park mit selbstgebauten Fitnessgeräten – nachdem wir uns mit Bier und Soju eingedeckt haben, wurden die halbwegs angenehmen Temperaturen noch einmal ausgenutzt und wir haben unseren Abend einfach im Park verbracht. Hab ganz vergessen wir gut das tut…hab nicht gedacht dass wir irgendwo in der Nähe von uns so einen coolen Park haben.

 

Samstag 

Ihr werdets es mir nicht glauben aber wir waren Bungeejumpen!!! Ja, ich bin auch gesprungen. Alle von uns (wir waren 9 Leute). Der Park wo wir gesprungen sind war total schön (etwas außerhalb von Seoul) und man is von einem Turm über dem See runter gesprungen. Ich hab Schiss gehabt. Also so richtig. Schon beim Rauffahren mit dem Lift. Die Anspannung war in jedem von uns und die Stimmung war so richtig schräg. Oben auf der Plattform war dann noch unser Group Hug angesagt…davon haben wir ja schon viele gehabt aber dieser Group Hug war mit Abstand der Beste. Als erste war Gelly dran mit dem Springen. Sie war weiß wie die Wand und während dem Springen hat man sie nur schreien gehört Fuck, Fuck, Fuuuuuuuucccccckkkk. Meine Hände waren sooooo kalt. Silvia war als Vierte dran – ich glaub sie war auch voll nervös aber es hat ihr voll getaugt. Ich war als 6. dran. Oh Mann ich war soooo nervös. Der Typ auf der Plattform hat für mich auf Koreanisch heruntergezählt HANA, TUL, SÄT, BUNGEE und ich hab mich 2x nicht getraut zu springen. Man muss selber entscheiden den letzten Schritt zu machen und das is schon krass. Irgendwie hat man in dem Moment nicht das Gefühl, dass einen das Seil sichert. Man schaut da hinunter und alles is so klein und man denkt „Was da soll ich jetzt runterspringen?“. Naja, ich hab dann kurz rübergeschaut zu den Anderen und Jake hat einen fetten Grinser auf dem Gesicht gehabt und mir zugebrüllt „Just do it!“ und dann bin ich halt gesprungen. Und dann wars auch schon wieder vorbei. Aber es war soooooo geil. Unten angekommen waren meine Hände wie auf Nadeln. Ich hab so kein Gefühl mehr gehabt für irgendwas weil ich so angespannt war. Aber wir waren nach den Sprüngen alle so happy und ja, irgendwie kann man das nicht beschreiben. Auf jeden Fall hat sichs ausgezahlt – für 20 Euro!

 

Abends waren wir dann bei Anna und haben dort Koreanisch gekocht. Ich kann euch gar nicht sagen wie ich das Kochen vermisse…wir haben hier ja nirgends eine Küche und gehen praktisch jeden Tag essen weils so billig is…auf jeden Fall haben wir uns bei Anna getroffen und alle unsere Kochkünste ausgepackt. Am Besten war es, Ryo beim Kochen zuzuschauen. Er liebt Essen und seine Art zu kochen passt so zu ihm.

Ich weiß nicht was es ist, aber Anna’s Appartement hat irgendwas Spezielles an sich. Jedes Mal wenn wir dort sind haben wir’s so nett und jeder fühlt sich irrsinnig wohl. Es tut gut auch einen Platz zu haben wo wir Chingus uns einfach zusammensetzen können um einen gemütlichen Abends zu haben. Im I-House geht das einfach nicht – wenn man was zusammen machen will muss man in die Stadt gehen. Auf jeden Fall war das gestern der beste Abschluss von einem perfekten Tag!

 

Sonntag 

Silvia und ich haben’s endlich geschafft auf den Seoul Tower rauf zu fahren. Wir schieben das schon so ewig vor uns her! Es ist einfach unglaublich wie riesig diese Stadt ist. Das kommt wirklich erst raus wenn man sie von oben sieht. Ich lass wieder einmal die Bilder für sich sprechen J



Korea :: Hurricane Katharina
November 1, 2007, 1:39 pm
Filed under: Korea


Gestern war ich auf meiner ersten Halloween Party. In Korea wird das ja überhaupt nicht gefeiert, deswegen ist auch die Auswahl an Kostümen beschränkt…aber wir haben trotzdem das Beste daraus gemacht! Ryo, James, Pat, Amy, Hannah und Gelly waren als „Athlete Zombies“ unterwegs – alle im Sportgewand mit viel Blut und alles was da noch so dazu gehört. Silvia war gestern ein Mafioso mit Glatze und hat so einige Koreanerinnen erschreckt wenn sie am Damenklo aufgetaucht ist. Meine Wenigkeit war als Hurricane Katharina unterwegs…ich wollte für mein Kostüm nicht viel ausgeben und hab mir aus einem Karton und alten Zeitungen einen Sturm gebastelt.

Wir sind also verkleidet durch die Stadt zum Catchlight Club und haben so einige komische Blicke einkassiert. Ich hab gestern für ca. 30 Fotos posen müssen…alle Koreaner wollten mit uns Fotos machen!

Dort angekommen hab ich mich sofort für den Costume Contest angemeldet…hätt ich gewusst dass man da vor ca. 250 Leuten auf der Bühne tanzen muss hätt ich mir das noch einmal überlegt. Aber na gut, ich wurde also auf die Bühne geschupst und hab in meinem Hurricane Kostüm zu Jay-Z getanzt. Ich hab gedacht der Song hört gar nicht mehr auf weil ich überhaupt nicht gewusst hab wie ich tanzen soll. Ich war ja praktisch in eine Kartonschachtel eingehüllt. Muss recht amüsant ausgeschaut haben. Ich glaub irgendwer hats sogar gefilmt. Nach mir war Johannes (auch von der FH Kufstein) dran…er war als Österreicher in Lederhosen anwesend und hat dann zum ärgsten Hip Hop Schuachblattln angefangen. Für mich war er der Held des Abends. Wie auch immer, den Costume Contest haben wir leider nicht gewonnen und somit auch keine 200 000 Won L. Es soll Schlimmeres geben.

 

Alles in allem war es wieder einmal eine sehr coole Nacht und ich glaub ich wird daheim jetzt dann auch einmal auf eine Halloween Party gehen (habs ja bis jetzt immer verweigert…). Für Freitag ist schon wieder ein neues Abenteuer geplant. Stay tuned!

 

Hier noch ein Video von uns auf dem Weg in die Stadt. Und nein, James der da am Anfang geht war nicht besoffen, er ist nur die ganze Zeit wie ein gestörter Zombie herumgelaufen. Leider hat es nicht funktioniert das Video umzudrehen…aber man bekommt trotzdem einen Eindruck davon wie krank wir gestern waren: http://www.youtube.com/watch?v=u1PZujcqZew



Korea :: Völkerwanderung
October 29, 2007, 1:41 pm
Filed under: Korea


Vorweg einmal die Musik zu diesem Trip – “Dark Horse” von Bowerbirds. Aber ich muss dem lieben Dominic in Porto Recht geben, das neue Radiohead Album ist sehr passend für eine lange Busfahrt.

 

 

Am Freitag sind wir aus Seoul geflüchtet…der Gedanke an ein überfülltes Sinchon nach den Midterm Exams hat uns nicht wirklich gereizt.

Wir haben uns also mit 8 weiteren Seoulmates und Kater vom Vortag aufgemacht nach Jeonju (3h südlicht von Seoul). Dort gibt es zwei wunderschöne Nationalparks wo wir am Samstag und Sonntag wandern waren. Der erste von den beiden ist der Maisan Nationalpark – auch Horse Ears genannt. Das sind zwei Monsterberge die ausschauen als wären sie aus dem Nichts aus dem Boden gestampft worden. Von einem kleinen Dorf namens Jinan sind wir Richtung Park Entrance gegangen…Schon von Weitem hörte man Techno-K-Pop Klänge und beim Entrance angelangt wurden die schlimmsten Befürchtungen wahr…kaum sind wir um die Ecke gebogen wurden wir mit dem asiatischen Wandertourismus vertraut gemacht. Ein Souvenirstand nach dem anderen und Monsterbusse, die die wanderverrückten Koreaner von einem Nationalpark in den nächsten verfrachten. Na gut, man muss sich ja anpassen, deswegen haben wir uns auch gleich alle mit Bandanas aus der Region eingedeckt. Der Weg hinauf zu den Horse Ears war auch nicht besser. Stufen ohne Ende und Menschen ohne Ende. So genießen die Koreaner also ihr Wochenende – schnell (also so richtig schnell) den Berg hinauf, ohne Rücksicht auf wunderschöne Natur und andere Menschen. Da wird man auch gleich einmal auf die Seite gestoßen wenn man im Weg steht. Oben angelangt wird die Kamera ausgepackt, ein schönes Foto gemacht, und dann geht’s gleich weiter hinunter, so schnell wie möglich.

 

Ein bissl sprachlos waren wir da schon. Das haben wir wirklich nicht erwartet, zumindest nicht in diesem Ausmaß. Vorbei an ein paar Tempeln (wo heraußen die Satelitenschüsseln hängen) haben wir uns tapfer weiter durch die Menschenmassen geschlagen. Irgendwo rechts ist dann ein kleiner Pfad weg gegangen und wir haben beschlossen auf gut Glück einfach einmal drauf loszugehen. Wie sich dann herausgestellt hat war das die richtige Entscheidung – in der Nachmittagssonne, durch herrlichen Herbstwald, sind wir zu einem kleinen Tempel auf die Spitze hinauf, von wo aus wir einfach nur einen super Ausblick gehabt haben. Und das Beste – kein Mensch war da. Da war der Tag noch einmal gerettet. Ich lass die Fotos für sich sprechen.

 

Aber das ist mir schon immer aufgefallen seit ich hier bin – Korea schafft es immer, sich herauszuretten. Wenn mir etwas einmal nicht so gefällt, kommt spätestens 1h später die Wende und ich bin wieder begeistert von diesem Land. Die krassen Gegensätze gehören hier einfach dazu.

 

Am nächsten Tag wars dann noch krasser als am Samstag. Ganz Korea scheint am Sonntag beschlossen zu haben, im Daedunsan Nationalpark wandern zu gehen. Menschenmassen haben sich den Berg hinauf und hinuntergewälzt. Ganz oben war die Aussicht unglaublich schön - so richtig “end of the world” feeling, wenn hinter uns nicht tausende Menschen lautstark gewandert wären. Ganz oben am Gipfel hat uns eine Koreanische Reisegruppe applaudiert – “We love you” von allen Seiten. Jaja, sie wissen wie sie sich am besten herausreißen, die Koreaner.



Korea :: Derzeit #2
October 21, 2007, 10:43 pm
Filed under: Korea


Musik:
Idioteque – Radiohead (ich weiß – alt; neues Album heraußen – trotzdem Gänsehautgarantie. Gespielt am Freitag, 19. Oktober in einer kleinen Bar in Seoul, umgeben von lieben Chingus die gleich über diesen Song denken…magical)

Zeit: die Hälfte is um. Oh nein.

Reisepläne: Ende dieses Monats – Westküste Koreas, Maisan Nationalpark. Anfang Dezember: Bangkok zum Max und Kambodscha.

Tag: Genieße jeden Einzelnen.

Wetter: Im Moment einfach nur genial.

Lernen: Eigentlich viel, aber ich hab so keine Lust. Gibt hier viel bessere Sachen zu tun.

Mid-term Exams: In 4 Tagen.

Schlafmangel: Hab aufgegeben. Wird jeden Tag vergrößert.

Seoul: Beschränkt sich immer mehr auf Hongdae, mein Lieblingsviertel.

Möglichkeiten: Immer noch endlos und viel zu viel. Hab nicht genug Zeit.

Mosquitos: Sind endlich weg. Dafür kälter.

Koreanisch: Hmmm. Komische Sprache. Eselsbrücken werden immer komplizierter.

Dieses Wochenende: Viel nix tun und mehr Eselsbrücken bauen.

Meine chingus: Jeder auf seine Art und Weise ein Teil des Puzzles. Reunion bereits in Planung. Stichwort Barcelona.

Silvia: Beste 방친구는 die man sich vorstellen kann.

DU: Wünschte mir du könntest da sein, um das mit mir zu erleben.

Korea: 감사합니다!



Korea :: Friseurbesuch
October 19, 2007, 11:23 pm
Filed under: Korea


Liebe Freunde des gepflegten Haarschnitts,

 

ihr werdet nicht glauben wo ich gerade bin.  Ich sitze in einem schwarzen Ledersessel und lasse mir von einer Koreanerin (die kein Wort Englisch spricht) die Haare schneiden. Vor mir steht ein Laptop auf dem ich Filme schauen und im Internet surfen kann. Silvia laesst sich gerade die Haare faerben und mir verpassen sie gerade neue Stirnfransen. Und das um 21:30 Uhr – der Friseur hat wohlgemerkt 24 Stunden offen. Und das alles fuer nicht einmal 5 Euro. Hihi.




Follow

Get every new post delivered to your Inbox.