Filed under: Cambodia
Fuer alle Besorgten daheim:
Meinem Auge geht’s bestens – ich kann sogar schon wieder Linsen tragen!
Bezueglich der Unruhen in Thailand – ich habe es ohne grosse Probleme ueber die Grenze geschafft und bin gestern aus Kambodscha ausgereist. Im Moment sind die oeffentlichen Verkehrsmittel eingeschraenkt in Betrieb, wir werden sehen wie sich das weiter entwickelt.
Aber nun zum Wesentlichen! SIHANOUKVILLE ist eine kleine aber feine Stadt an der Suedkueste Kambodschas. Nach den intensiven Erfahrungen in Phnom Phen haben wir den Strand, Sonne und Meer bitter noetig. Nix tun ist genau das, was im Moment das Beste ist, um die Erlebnisse und Ereignisse der letzten 2 Wochen zu verbarbeiten und einzuordnen. Den ersten Tag in Sihanoukville verbrachten wir also, oh Wunder, am Strand und flaggten nur in der Sonne und tranken einen Cocktail nach dem anderen (Nicht nur Happy Hour ist dort den ganzen Tag – eine große Variation an “Happy” Getränken und Essen sorgt immer für gute Stimmung). Herrlich.
Am zweiten Tag machten wir eine kleine Bootstour hinaus zu Bamboo Island – oh mein Gott, war das schoen. Ein Sandstrand mit Pavillon ganz fuer uns alleine, ein bisschen schnorcheln hier und dort, 28 Grad Wassertemperatur…
Gestern verliessen wir Kambodscha entgueltig – ein Land voller Kontraste, ueber das ich euch sicher noch viel erzaehlen werde, weil es mich auf so viele Arten bereuhrt hat.
Nach einer holprigen Busfahrt durch die Pampa Kambodschas kamen wir endlich in Trat an, von wo aus wir die Faehre nach Koh Chang nahmen. Koh Chang ist die zweitgroesste Insel Thailands an der Grenze zu Kambodscha und im Moment ist hier komplette Nebensaison, das heisst der Strand gehoert dir allein. Aber auch abseits des sandigen Vergnügens gibt es hier einiges zu entdecken, vor allem aber zu erwandern – unzählige Hiking Trails verbinden Ost und West Strände, zwischendurch gibt es einige Wasserfälle… ich glaub ihr wissst alle, was ich die nächsten Tage so machen werde!
Filed under: Cambodia
Nach einer eher fluessigen letzten Nacht in Siem Reap machten wir uns gestern auf nach Phnom Phen. Aufgrund unserer Magenzustaende und Schlafdefizite war die Fahrt nicht so angenehm wie erwartet…aber daran sind wir wohl selbst Schuld! Dafuer haben wir alle ein Angkor What? T-Shirt abbekommen!
Angkor What? ist die Bar in Siem Reap in der wir gestern Nacht abgestuerzt sind. Insgesamt 6 Pitcher an Vodka Red Bull, Gin Tonic und irgendeine gefaehrliche Malibu-mit-sonst-irgendwas-Mischung haben wir vernichtet – pro 2 Pitcher bekommt man ein gratis T-Shirt von der Bar mit der Aufschrift: Angkor What? – Promoting irresponsible drinking since 1983. Oh wie wahr.
Angekommen in Phnom Phen suchten wir uns gleich ein Guest House und machten uns auf Erkundungsspaziergang. Die Stadt ist voller Kontraste – inmitten von Muellbergen und tausenden von Mopedfahrern sitzen die Kinder nackt auf dem Boden und spielen mit Huehnern oder was ihnen halt gerade unterkommt – daneben erstreckt sich ein riesiges Hotel im franzoesischen Stil mit einen Haufen Lexus Autos davor… Als Tourist wird man sowieso ueberall wo man hingeht angesprochen “Sir, Madam, you need Tuk Tuk? Sir, madam, you want to buy book? You want to buy water?”
Phom Phen hat auf den ersten Blick nicht wirklich viel zu bieten, aber wenn man sich auf die Stadt einlässt und die Geschichte des Landes und der Menschen aufsaugt, dann rundet sich alles zu einem Ganzen. Am interessantesten war das Genocide Museum, das in einem ehemaligen Gefaengnis untergebracht ist. 1975 uebernahm das Regime “Khmer Rouge” in Kambodscha die Macht und vertrieb die gesamte Bevoelkerung der Staedte aufs Land hinaus. Phnom Phen wurde z.B. innerhalb von 3 Tagen komplett ausgeraeumt. Schon auf der Flucht und auf dem Weg ins Landesinnere starben tausende von Menschen. Systematisch wurden gebildete Menschen und Familien verfolgt und umgebracht. Das Regime wollte ein Kambodscha, das rein auf Landwirtschaft aufgebaut war – ohne soziale Klassen. Jeder, der auch nur ansatzweise gegen das Regime war, wurde ermordet. Innerhalb von 4 Jahren starb 1/4 der Gesamtbevoelkerung an Hunger oder wurde umgebracht. Es ist wirklich immer wieder erschreckend, wie extrem grausam der Mensch sein kann. Nach dem Genocide Museum fuhren wir zu den “Killing Fields”, wo die Ermordungen durchgefuehrt wurden. Einfach nur krass. Wie gesagt, Phnom Phen ist keine besonders schoene Stadt. Man merkt hier, wie die Menschen immer noch verzweifelt versuchen sich nach dem Fall des Regimes ihr Leben wieder aufzubauen. Die Armut die hier teilweise herrscht ist erschreckend.
Wir werden schon morgen die Hauptstadt Kambodschas verlassen und uns auf den Weg in den Sueden machen, nach Sihanoukville um genau zu sein. Freu mich auf den naechsten Nationalpark, das Meer und die Straende!
Bezueglich der Unruhen, die zur Zeit in Thailand und an den Grenzen zwischen Thailand und Kambodscha herrschen – wir verfolgen das jeden Tag auf CNN und werden sehen wie sich die Lage entwickelt…ein bisschen Zeit ist ja noch, bis wir wieder zurueck nach Thailand wollen…wenn sich die Lage bist dorthin nicht verbessern sollte, muessen wir schauen, wie wir zurueck nach Bangkok kommen. Ich hoffe, dass uns nicht auch noch das einen Strich durch die Rechnung macht…bis jetzt hat schon so einiges nicht so geklappt wie wir es wollten, es soll nie ganz so sein. Kein Laos, kein Vietnam, das mit meinem Auge und jetzt eventuell noch das…Stay positive sag ich nur!




















