WORDS . LOVE . ME


En route to Chile
August 16, 2010, 8:54 pm
Filed under: Argentina, Chile

Mit einer atemberaubenden Busreise verlassen wir Argentinien und ueberqueren die Anden bis nach Chile. Wir arbeiten uns die kurvigen Strassen bis auf 4.500 Meter hoch, die Luft zum Atmen wird immer weniger, die Landschaft jedoch immer spektakulaerer und abwechslungsreicher. Vorbei an den Vulkanen der Anden, tiefblauen Lagoons, quer durch kilometerlange Salt Flats und wunderschoene Steinformationen… Auf 4.200 Metern kommen wir bei der Grenze an – dem Paso de Jama. Mit dem chilenischen Stempel im Pass geht es bergab Rirchtung Atacama auf 2.400 Metern. Wir sind hin und weg.



Breathtaking Cafayate
August 14, 2010, 2:47 pm
Filed under: Argentina

Als wir um 06:45 Uhr in Salta in den Bus steigen ist es noch dunkel und grausam kalt. Wir fragen uns – warum tun wir uns das an so frueh aufzustehen, nur um dann 4 Stunden im Bus zu sitzen um fuer einen Tagestrip nach Cafayate zu fahren?

Doch als wir – begleitet von den ersten Sonnenstrahlen eines unglaublich schoenen Sonnenaufganges – den Canyon Quebrada de Cafayate durchqueren sind alle Strapazen vergessen. Vorbei an unglaublichen Steinformationen, getunkt in tiefrotes Orange und Rot, kommen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Auch in Cafayate selbst geht der Zauber nicht verloren. Auf Mountainbikes machen wir uns auf um die Gegend zu erkunden. Natuerlich darf eine Finca Wine Farm nicht fehlen – immerhin ist die Gegend fuer ihren guten Torrontes Weisswein bekannt, der nur dort perfekte Bedingungen vorfindet. Wir schnaufen 1,5h den Berg hinauf bis zur Finca de los Nubes und werden dort vom Finca Meister verwoehnt. Wir sitzen auf der Terrasse, ueberblicken das Valle de Cafayate und lassen uns die Sonne ins Gesicht scheinen. Auch die Busfahrt zurueck enttaeuscht nicht. Noch einmal das Quebrada de Cafayate, diesmal im tiefen Rot des Sonnenuntergangs.

Wir hoeren dieses eine besondere Lied in Endlosschleife, das diese Momente perfekt unterstuetzt und uns eine Gaensehaut verpasst:

They say I made the moon, everything was in the dark.
No memories at all, just a tiny freezing wind in my back.
And raise your arms in the big black sky, raise your arms the highest you can.
SO THE WHOLE UNIVERSE WILL GLOW.

Solche Tage sind der Grund, warum wir reisen. EPIC.



Más vino, por favor
August 11, 2010, 1:05 am
Filed under: Argentina

Eine kurze aber realistische Zusammenfassung unserer Bike-Winetour:

07.08.2010: Vino el Cerno, Cabernet Sauvignon, 2002
07.08.2010: Vino el Cerno, Extra Brut, 2003
07.08.2010: Vino el Cerno, Cabernet Sauvignon, 2006
07.08.2010: Utopia Roble, Syrah, 2006
07.08.2010: Vino el Cerno, Torruntes, 2008
07.08.2010: Vino el Cerno, Chardonnay, 2002
07.08.2010: Vino el Cerno, Merlot, 2008
07.08.2010: Vino el Cerno, Syrah, 2008
07.08.2010: Familia di Tomasso, Malbec, 2008 (aged in bottle only)
07.08.2010: Familia di Tomasso, Malbec, 2007 (aged in oak 6 months)
07.08.2010: Familia di Tomasso, Cabernet Sauvignon, Roble Tinto, 2007
07.08.2010: Familia di Tomasso, Vino Generoso, Desertwein



Trekking in the Andes
August 9, 2010, 5:37 pm
Filed under: Argentina

Sometimes you don’t need words…



The Wine Journal
August 6, 2010, 8:02 pm
Filed under: Argentina

Argentinien ist vor allem fuer zwei Sachen bekannt – Rotwein und Steak. Beides haben wir auf unserer bisherigen Reise bereits exzessivst verzehrt. Insbesondere der koestliche Rotwein hat es uns angetan und gleich am zweiten Tag unserer Reise haben wir beschlossen, unser Wine Journal zu beginnen.

Die Spielregeln:
* Jede Flasche die wir trinken wird mit Datum, Namen, Ort und Jahrgang notiert und im Anschluss durch unsere kritischen Kommentare ergaenzt. Wir haben uns zum Beginn unserer Reise 100 Flaschen zum Ziel gesetzt. Jetzt, nach zwei Wochen, wird uns jedoch bewusst, dass wir bereits 60 Flaschen gekillt haben (mit Hilfe von anderen Leuten, die wir in den Hostels kennengelernt haben… so viel koennen wir dann auch wieder nicht trinken…). Unser neues Ziel ist also 150 Flaschen.

* Jeder Wein darf nur einmal getrunken werden (bis jetzt hat das funktioniert – die Auswahl ist gigantisch!)

Meistens kaufen wir die Weine aus Kostengruenden in den Supermaerkten. Wir haben in der Preiskategorie von 15 Pesos begonnen (3 Euro). Doch selbst die 6 Peso Weine schmecken hier koestlich. Flaschen fuer 20-25 Pesos sind schon der reinste Luxus… zum Schluss unseres Argentinien-Aufenthalts wollen wir uns dann schlussendlich eine 100 Peso Flasche goennen. Wir koennen uns gar nicht ausmalen, wie gut diese dann erst sein wird.

Im Moment sind wir in Mendoza, DEM Zentrum fuer Wein in Argentinien. Wir begeben uns morgen auf eine Wine Tour und werden die besten Weinfarmen des Landes abklappern. Mal schauen, wie viele Flaschen wir unserer Statistik hinzufuegen koennen.

Hier meine Top 3 bis jetzt – vielleicht kann man den einen oder anderen Wein zuhause im Regal finden:

27.07.2010: RODAS, Petit Verdo, Mendoza 2009
29.07.2010: GATO NEGRO, Syrah, Mendoza 2009
04.08.2010: FINCA NATALINA, Syrah-Malbec, San Juan 2009



This is Siesta country, people
August 3, 2010, 7:31 pm
Filed under: Argentina

Wir wollen raus aus Córdoba – wir haben genug von Staedten, wollen kleinere Orte entdecken, wollen mehr Landschaft sehen und den typischen argentinischen Grossstaedten entfliehen. Alta Garcia klingt da wie das ideale Ziel fuer einen Tagesausflug – lediglich eine Stunde Busfahrt von Córdoba entfernt ist dieses kleine Oertchen vorallem fuer die Estancia der Jesuiten bekannt – ein Unesco Weltkulturerbe. Ausserdem lockt uns das Casa de Che – ein Museum, das im alten Wohnhaus Che Guevaras untergebracht ist (der Revolutionaer verbrachte einen Grossteil seiner Kindheit wegen Asthma in Alta Garcia).

Wir schlafen uns also aus und machen uns voller Vorfreude auf, um Alta Garcia zu entdecken. Um Punkt 13:00 Uhr kommen wir dort an und stehen ueberall wo wir hinwollen vor verschlossenen Tueren.

Die Kirche ist geschlossen.
Das Museum der Jesuiten ist geschlossen.
Alle Laeden der Hauptstrasse sind geschlossen.
Die Cafés sind geschlossen.
Die Restaurants sind geschlossen.
Rollaeden und Jalousien sind ueberall heruntergelassen.
Die Strassen sind leer.
Alles schlaeft.

Mit letzter Hoffnung machen wir uns auf zum Casa de Che – laut Auskunst unseres Hostels in Córdoba sollte dieses ab 14:00 Uhr geoeffnet sein. Doch das Hause Che Guevara bekommt neue Boeden verpasst und somit ist auch das Casa de Che geschlossen.

Wir muessen uns offensichtlich noch daran gewoehnen, dass hier Siesta gehalten wird. Bis um 17:00 Uhr Abends ist praktisch NICHTS geoeffnet. Aber wenigstens unsere Kameras haben uns nicht im Stich gelassen und wir konnten ein paar tolle Fotos machen. Morgen versuchen wir es ein bisschen frueher, vielleicht klappts dann!



Das Wunder von Córdoba
August 1, 2010, 2:42 pm
Filed under: Argentina

Als Oesterreicherin darf ich es mir natuerlich nicht entgehen lassen nach Córdoba zu fahren… Hier ist es also passiert – am 21. Juni 1978 hat Oesterreich die deutsche Nationalmannschaft mit 3:2 besiegt. Das beruehmte “Toooooooor Toooooooooor, I wer narrisch!” von Edi Finger kennt jeder von uns, auch wenn man sich mit Fussball eigentlich gar nicht beschaeftigt.

Ich habe mir erlaubt diese Antiquitaeten noch einmal auszugraben und bin erstaunt, wie viele Artikel es ueber die emotionalen Ausbrueche von Edi Finger noch heute gibt. Ein Wikipedia Artikel zitiert sogar Wort fuer Wort seinen Monolog:

„Und jetzt kann Sara sich noch einen aussichtslos scheinenden Ball einholen, Pass nach links herüber, es gibt Beifall für ihn, da kommt Krankl, vorbei diesmal an seinem (…) Bewacher, ist im Strafraum – Schuss … Tooor, Tooor, Tooor, Tooor, Tooor, Tooor! I wer’ narrisch! Krankl schießt ein – 3:2 für Österreich! Meine Damen und Herren, wir fallen uns um den Hals; der Kollege Rippel, der Diplom-Ingenieur Posch – wir busseln uns ab. 3:2 für Österreich durch ein großartiges Tor unseres Krankl. Er hat olles überspielt, meine Damen und Herren. Und warten S’ noch a bisserl, warten S’ no a bisserl; dann können wir uns vielleicht ein Vierterl genehmigen. Also das, das musst miterlebt haben. Jetz bin i aufgstanden, alle Südamerikaner mit ihren Toros(?). I glaub jetzt hammas gschlagn! Angriff aber der Deutschen, aufpassen, wieder Kopfabwehr. Das Leder kommt hinüber nach links zu Pezzey – Pezzey, aber Burschen jetzt follts net um hinten, bleibts aufrecht stehn. Noch zwei Minuten, das Leder wieder bei Österreich, noch wolln ma nichts verschreien. Jetzt kommt die Flanke in unsern Strafraum und da Kreuz hot scho wieder abgewehrt!

Die Deutschen ham alles nach vorn beordert. Eine Möglichkeit der Deutschen! Und!? Daneeeeben! Also der Abraaamcizik – obbusseln möcht’ i den Abramczik dafür. Jetzt hat er uns g’hooolfn. ‘llein vor dem Tor stehend. Der braaave Abramczik hot daneben gschossn. Der Orme wird si’ ärgern. Noch 30 Sekunden. 3:2 für Österreich. Nach 47 Jahren meine Damen und Herren liegt eine österreichische Nationalmannschaft, aber wos für ane, eine Weltklassemannschaft, die da heute spielt, gegen die Bundesrepublik mit 3:2 in Führung. Und jetzt trau i mi scho gar net mehr hinschauen. Aussigschossen ins Out. Schiedsrichter Klein aus Israel, ein ganz hervorragender Schiedsrichter, er hat es nicht leicht heut ghabt, aber hat bis jetzt klass gepfiffen. 45. Minute, noch einmal Deutschland am Ball und Prohaska haut den Ball ins Out.

Und jetzt ist auuus! Ende! Schluss! Vorbei! Aus! Deutschland geschlagen, meine Damen und Herren, nach 47 Jahren kann Österreich zum ersten Mal wieder Deutschland besiegen!“

Ausser dem historischen Sieg ueber die deutsche Nationalmannschaft hat Córdoba noch einige schoene Kirchen zu bieten, die wir gestern erkundet haben. Am Hauptplatz befindet sich die Iglesia Catedral, die aelteste Kirche Argentiniens aus dem Jahre 1580. Zwei Blocks weiter durften wir die Manzana Jesuitica und das Colegio Monserrat bewundern, welche von Missionaren im Jahre 1600 erbaut wurden und in denen heute ein grosser Teil von Córdobas Universitaet untergebracht ist. Die Iglesia Los Capuchinos bildet den Abschluss unserer Kirchen-Tour. Apropos Capuchinos – davon verdruecke ich hier noch viel mehr als zuhause: gut, billig und stark gibt es sie an jeder Strassenecke zu kaufen und daran kommen wir Cafe-Liebhaber natuerlich nicht vorbei!



Rosario
July 28, 2010, 8:11 pm
Filed under: Argentina

Geschaetzte 300 Busunternehmen streiten sich auf Buenos Aires’ Retiro Busstation um potentielles Klientel. So braucht man gute 2 Stunden, nur um sich durch das Wirrwarr an Angeboten durchzuarbeiten und endlich seine Destination zu finden. Trotz dem Ueberangebot gab es keine einzige Verbindung nach Uruguay – unser Tagestrip nach Colonia fiel somit leider ins Wasser. Stattdessen nahmen wir spontan den direkten Bus nach Rosario, eine Stadt ca. 300km noerdlich von Buenos Aires – der Geburtsort Che Guevaras. Geschmueckt mit schoener Architektur, kleinen Cafes und vielen Studenten moegen wir diese kleine aber feine Stadt jetzt schon lieber als ihren grossen Nachbarn Buenos Aires und sind schon gespannt was uns die naechsten Tage hier so bieten werden. Hoffentlich wieder so viel Sonnenschein wie heute. Stay tuned!



Discovering Buenos Aires
July 25, 2010, 8:22 pm
Filed under: Argentina

Erste Bildimpressionen aus dem kalten Buenos Aires, keine Zeit zum Schreiben sorry!



The reunion of three chingoos
July 24, 2010, 1:11 pm
Filed under: Argentina

Just as we fear parting when we meet, we believe we will meet again when we part.

Dieses Zitat habe ich in meinem allerletzten Korea Blog gepostet. Es hat meine Gefühle wohl am besten zusammengefasst, als ich mich im Dezember 2007 von meinen Chingoos verabschieden musste. Peter und Seth durfte ich ja schon letztes Jahr bei mir zu Gast haben. Nun, mehr als zwei Jahr später, durchquere ich mit Amy & Pat Südamerika.

Ich bin auf dem Weg ins Puerto Limon Hostel in Buenos Aires, nach 25 Stunden reisen unglaublich müde, habe kaum geschlafen und meine Beine fühlen sich nach dem langen Flug unglaublich schwer an. Im Hostel angekommen durchquert mein Blick den Gemeinschaftsraum. Unsere Blicke finden sich, wir grinsen uns an, springen auf, nehmen uns in die Arme und in diesem Moment wird mir klar – zwischen uns ist keine Zeit vergangen.




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